Kontingentübung „Feuervogel“
Für drei unserer Kameraden ging es am Freitagnachmittag mit dem TLF 4000 zur Kontingentübung „Feuervogel“ in den Raum Spessart.
Das Hilfeleistungs-Kontingent aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab und der Stadt Weiden bestand insgesamt aus 26 Fahrzeugen und rund 120 Einsatzkräften. Treffpunkt war der Bereitstellungsraum in Weiden, wo sich die Einheiten zunächst sammelten und geordnet aufstellten. Dort wurde durch den Kontingentsführer der Marschbefehl verlesen und der Ablauf der Verlegung erläutert.
Im Anschluss erfolgte die gemeinsame Verlegung im geschlossenen Verband in Richtung Marktheidenfeld. Bereits die Anfahrt stellte einen wichtigen Übungsbestandteil dar, um die Abläufe bei größeren überörtlichen Einsatzlagen zu trainieren und zu festigen.
Nach dem Eintreffen im Übungsgebiet wurde zunächst das Nachtlager in einer bereitgestellten Turnhalle eingerichtet. Im Anschluss stand ein gemeinsamer Kameradschaftsabend im Gerätehaus der Feuerwehr Marktheidenfeld auf dem Programm. Dieser bot die Möglichkeit, sich über Gemeinde- und Landkreisgrenzen hinweg auszutauschen und die kameradschaftlichen Beziehungen zu stärken.
Die eigentliche Übung begann am Samstagmorgen um 07:08 Uhr mit der Alarmierung der Einsatzkräfte. Dabei wurde ein umfangreiches Waldbrandszenario angenommen, bei dem zahlreiche Einheiten aus dem Landkreis Main-Spessart sowie Kräfte des Hilfeleistungskontingents aus der nördlichen Oberpfalz zusammengeführt wurden. Ziel war es, die Zusammenarbeit bei einer großflächigen Vegetationsbrandlage unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu erproben.
Das Einsatzgebiet lag in einem Waldabschnitt westlich von Neustadt am Main. Dort wurden die Einsatzkräfte mit den typischen Herausforderungen von Wald- und Vegetationsbränden konfrontiert, darunter unwegsames Gelände, lange Wegstrecken, eingeschränkte Wasserverfügbarkeit sowie ein hoher Koordinations- und Kräftebedarf.
Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserförderung aus dem Main dar. Hierzu wurde eine rund vier Kilometer lange Schlauchstrecke aufgebaut, über die das Löschwasser in Richtung des angenommenen Brandgebietes gefördert wurde. Dabei war ein Höhenunterschied von etwa 240 Metern zu überwinden. Von dieser insgesamt rund vier Kilometer langen Schlauchleitung wurden etwa 1.700 Meter durch die Einsatzkräfte des Wasserförderungszuges aus dem Hilfeleistungskontingent NEW-WEN verlegt.
Parallel dazu wurde ein Wassertransportzug eingesetzt, zu dem auch unser Pleystein 23/1 gehörte. Dieser unterstützte die Einsatzstelle im Pendelverkehr und sorgte für die kontinuierliche Wasserversorgung an der Einsatzstelle.
Die Übung verdeutlichte eindrucksvoll die hohen Anforderungen, die eine großflächige Waldbrandlage an Personal und Technik stellt.
Nach Abschluss der Übungsmaßnahmen und einer gemeinsamen Nachbereitung erfolgte die Rückverlegung der Kräfte in die Heimatstandorte. Unsere Kameraden der Feuerwehr Pleystein kehrten dabei mit vielen wertvollen Eindrücken und neuen Erkenntnissen im Bereich der überörtlichen Zusammenarbeit und der Vegetationsbrandbekämpfung zurück.
Abschließend bedanken wir uns bei allen beteiligten Organisationen und Einsatzkräften für die hervorragende Organisation sowie den reibungslosen Ablauf der Übung.
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